|
|
------------------------
Papoose Lake
------------------------
|
|
Viele kennen die Geschichte von Robert Lazar, einer schillernden Persönlichkeit, die behauptet,
1988/89 als Physiker in verborgenen Hangars auf einem Gelände namens »Area 51/S-4« gearbeitet zu
haben. Er sprach davon, außerirdische Raumschiffe gewissermaßen »rückkonstruiert« zu haben. Das
Prinzip war, den normalen Konstruktionsvorgang genau umzudrehen: Die Techniker beginnen beim
fertigen, von fremden Wesen geschaffenen Produkt und nehmen es Stück für Stück auseinander, um
zu erforschen, wie es aufgebaut ist. Daraus gewinnen sie unschätzbar wertvolle Erkenntnisse für
die eigene Technologie.
Auch am Groom Lake findet im Prinzip teils dasselbe statt, nur auf einer irdischeren Ebene. Genau
dort, in den Foreign Technology Hangars werden nämlich gegnerische Flugzeuge, die auf die eine oder
andere Weise in die Hände des U.S.-Militärs gelangt sind, wie in einem anatomischen Seminar
gewissenhaft und säuberlich zerlegt, um Aufschluß über die Stärken und Schwächen zum Beispiel
von Kampfjägern östlicher Produktion zu erhalten.
Schon vor vielen Jahren waren gelegentlich sowjetische MiGs am Groom Lake zu sehen. Im Herbst 1978
fotografierte John Lear vom östlichen Seeufer aus eine MiG 21. Solche Maschinen werden dann auch in
Manövern wie Red Flag eingesetzt, mit einem kaum zu überschätzenden Erkenntnisgewinn für den
militärischen Ernstfall.
|
Robert "Bob" Lazar
© unbekannt
Sicherheitsausweis für S 4?
© unbekannt
|
Russische Satellitenaufnahme vom Groom- und Papoose Lake.
© CNES/SPOT
Eine MIG-21im Überflug
© unbekannt
|
Die Foreign Technology Hangars werden mitunter als »Red Hat Hangars« bezeichnet, da dort die
gleichnamige Schwadron der Foreign-Technology-Division untergebracht ist. Hier bestehen auch
enge Verbindungen zur Fremdtechnologie-Abteilung auf dem gewaltigen Wright-Patterson-Luftwaffenstützpunkt
in Dayton, Ohio. Und so manch seltsame Gerüchte sind über diese Abteilung im Umlauf, gerade auch, wenn
es um außerirdische Technologie geht.
Auf den ersten Blick scheint hier allerdings doch eine Sache ziemlich unlogisch und daher auch
unverständlich zu sein. Da mühen sich am Groom Lake alle möglichen Experten jahrelang unter
strengster Geheimhaltung mit »recht bescheidener« irdischer Technologie ab, während drüben im
nächsten Tal andere Teams bereits begierig an außerirdischen Raumschiffen herumschrauben, an
Fluggeräten, die über jedes bekannte Maß utopisch und fortgeschritten sind! Wie paßt das zusammen?
Weiß die eine Hand nicht, was die andere tut? Oder sind die UFO-Stories vom Papoose Lake doch nur
allesamt ein spannendes, großes, grünes Märchen? Tatsächlich bereitet dieses Szenario zunächst doch
einige Kopfschmerzen. Doch beim zweiten Blick ist es gar nicht so paradox oder unmöglich.
Am Groom Lake müssen Projekte durchgeführt werden, die auf relativ kurze Zeitskalen ausgelegt sind.
Die Militärs müssen den technologischen Stand gegnerischer Systeme kennenlernen und möglichst gut
darauf abgestimmte eigene Produkte entwickeln, die besser sind. Sie müssen relativ bald zur
Einsatzreife gebracht werden.
|
|
Die Erforschung einer außerirdischen Technologie würde erwartungsgemäß einen ungleich höheren Aufwand
erfordern, möglicherweise nach völlig neuen Methoden verlangen. Die Vermutung liegt nahe, daß viele
Systeme nur im Ansatz auf ihre Funktionsweise erforscht sind, selbst nach vielen Jahren. Vielleicht
ließe sich einiges auf irdische Produkte übertragen, für Innovationssprünge ausnutzen, aber auch hier
gebe es sicher erst so manche Probleme, das eine dem anderen anzupassen - also »Kompatibilität«
herzustellen. Jedenfalls ist anzunehmen, daß der Forschungsprozeß wohl ungleich größere Zeiträume
beanspruchen würde. Also wären die Erkenntnisse nicht sofort nutzbar, was erklären würde, warum man
am Groom Lake »herkömmliche« Technologie unter strengster Geheimhaltung entwickelt. So muß demnach
auch die linke Hand nicht unbedingt und zwangsläufig wissen, was die rechte tut: Die Geheimhaltung
am Papoose Lake müßte noch höher angesiedelt sein als auf Area 51. Wer zur Bewältigung seiner
Aufgaben nichts davon wissen muß, wird auch nichts erfahren. Außerdem gibt es ja die verschiedensten
Einsatzbereiche und Aufgabenstellungen. Wir können auch daraus, dass beispielsweise eine Firma in
einer Abteilung sparsame Elektromobile konstruiert, nicht darauf schließen, dass dieses Produkt
das Maximum ihrer technischen Möglichkeiten wiederspiegelt. Dieselbe Firma kann unter Umständen in
einem anderen Werk rassige Sportwagen oder High-Tech-Luxuslimousinen bauen.
|
Lazars Grundriß von S 4 am Papoose Lake inklusive Stellpatz des von ihm untersuchten UFO's
© unbekannt
Blick in die Pilotenkanzel des in "alter Tradition" von Skunk Works gebauten und auf Area 51- Groom
Lake getesteten Fighters.
|
© unbekannt
|
Was »Dreamland« angeht, deuten zuverlässige Informationen und Berichte zumindest darauf hin, dass
die Technologie dort wahrhaft utopische Formen angenommen hat.
Ob dieses »utopisch« mit »außerirdisch« gleichzusetzen ist, steht auf einem anderen Blatt Papier,
und dieses Papier ist leider streng geheim. Kein großes Wunder. So bleibt auf dem Sektor des
Außerirdischen nichts als blanke, wenn auch äußerst reizvolle Spekulation.
|
|
Wenn die Sachlage tatsächlich so aussieht, wie gerade eben spekulativ angedeutet, dann wird aber
wahrscheinlich irgendwann auch der Moment kommen, an dem die Programme miteinander verschmolzen
werden, dann, wenn sich die aus der außerirdischen Technologie gewonnenen Erkenntnisse effektiv
auf die irdische Technologie übertragen lassen. Sicher müssen dann die benachbarten Standorte
miteinander verbunden werden. Die zahlreichen Untergrundaktivitäten und Erdbewegungen, wie ich
sie teils beobachtet sowie fotografiert habe, könnten ein Hinweis darauf sein. Doch auch das
legt im Umkehrschluss kein »außerirdisches Element« nahe.
|
|